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Vos commentaires "Maladie de jeunesse"

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Commentaires à propos de la production "Maladie de Jeunesse"

27.11.2003

Liebe Theaterleute! Eine Woche ist es nun her, dass an unserer Schule drei Aufführungen stattgefunden haben. Hier eine kleine Rückmeldung: Meinen beiden Klassen hat die Inszenierung sehr gut gefallen. Das Stück hat die Jugendlichen - sie sind zwischen 16 und 18 Jahren alt - fasziniert. In der Besprechung ist immer wieder hervorgehoben worden, dass die Inszenierung fern jeder Biederkeit gewesen sei. Beeindruckt hat insbesondere die "Soundkulisse", das eigentlich schlichte Bühnenbild (die Leuchtschrift) und die starke Bühenpräsenz der Beteiligten.
Ich hatte den Eindruck, dass das Stück für beide Klassen ein Bühnenerlebnis erster Güte gewesen ist. Alle Jugendlichen betonten indes, dass sie froh gewesen seien, bereits im Voraus den Handlungsrahmen gekannt zu haben, andernfalls wäre das Geschehen für sie nur schwer verständlich gewesen.
Herzlichst! Werner Bänziger, Wettingen

26.3.2004

Das hello wirkte zeitgenössisch und zeigte uns somit dass dieses thema heute noch aktuell ist. obwohl es durchaus der wahrheit entsprechen kann, schockt es uns, die heutige jugend, nicht mehr. das verhalten der jugendlichen erschien uns nicht sehr bizarr oder abartig, was es wahrscheinlich ursprünglich auslösen sollte. trotzdem waren wir beeindruckt der schauspielerischen leistungen, sie haben die verschiedene charakteren gut gespielt. wir wollen aber nicht sagen, dass das heutige leben eines jugendlichen tatsächlich so extrem offen, hemmungslos und exzessive ist, das wir abgehärtet wären. und doch sind diese themen von fernsehen und anderen medien schon ziemlich abgenutzt worden.
kurz, die story gefällt uns, doch der showeffekt blieb aus.
nathalie, eva, daniela von der kanti trogen

26.3.2004 

Krankheit der Jugend ( 13. Februar 2004)Entweder man verbürgerlicht oder man begeht Selbstmord. Einen anderen Ausweg gibt es nicht. 

Diese Aussage ist sehr verständlich ans Publikum gebracht worden. Die Charaktere der sechs jungen Menschen wurden überzeugend und sehr authentisch gespielt. Ihre Verwahrlosung, Ziellosigkeit und Verantwortungslosigkeit werden klar dargestellt.
Die Schauspieler haben den ehre philosophischen Text lebendig gemacht. Auch das Bühnenbild mit den Neonröhren sorgte für Abwechslung. Ebenfalls wurden die Wortspiele passend eingesetzt. Die Kostüme waren der Zeit des Geschehens angepasst und versetzten das Publikum einige Jahrzehnte zurück.
Das Programmheft war sehr informativ, jedoch etwas zu viel Text. Auch eine kurze Zusammenfassung des Geschehens wurde vermisst. Die Hintergrundinformationen waren sehr aufschlussreich.
Alles in allem hatten wir einen positiven Gesamteindruck.
Kantonsschule Trogen Klasse 6b

26.3.2004

Die von Bruckner inszinierte "Krankheit", welch die Jugend in den 1920er Jahren prägt, lässt sich heute noch auf die Probleme, Sorgen und Wünsche der Jugendlichen übertragen. Das Theaterstück wirft die Frage auf, ob die Jugend tatsächlich so ist, wie sie in "Krankheit der Jugend" dargestellt wird. Natürlich ist dazu zu sagen, dass im Theater übertriebene Darstellungsformen gewählt werden, um den Ausdruck zu ver-stärken.
Mir scheint als möchte Bruckner die Zuschauer regelrecht provozieren. Die übertrieben dargestellten Charakteren regen die Zuschauer zum denken an, ja vielleicht provozieren sie dieses gar. Doch warum entsteht eine eher abgeneigte Meinung zum Theaterstück? Die Charakteren auf der Bühne wie Freder, Das Hausmädchen, Marie oder Désirée stellen einen gewissen teil der Gesellschaft das, der irgendwo ein Problem hat, sich mir der Realität abzufinden. Die Studenten versuchen krankhaft sich der Realität zu stellen, sie versuchen zu flüchten, oder verstecken sich durch Naivität, Unwissen oder nutzen der Fähigkeiten anderer sich vom "wahren" Leben zu drücken.
Das Bühnenbild, ein einfacher Aufbau, verstärkt den Blick auf das Geschehen auf der Bühne. Ebenfalls zeigt es zwar die kom-plexe Welt in der wir leben, die aber nicht einfach zu verstehen ist (Lichtorgel mit blinkenden Schriftzügen). Die Schauspieler erregen durch ihre Freizügigkeit noch heute aufsehen. Das Publikum in den 20er Jahren muss geschockt gewesen sein, wenn sich die Zuschauer heute noch darüber ärgern. Auch die Liebschaften zwischen den Studenten zeugen von Unsi-cherheit und fehlendem Willen eine Entscheidung zu treffen.
Durch die Verwandlung vom Hausmädchen Loucie zum Flittchen (Freders Werk), vereint die Unsicherheit, Naivität und der aus der Naivität entstandene Glaube an die Liebe, das totale Aus-bleiben der Perspektiven. In "Krankheit der Jugend" wird die Rolle der Frau eher als negativ dargestellt. Einerseits ist da das Loucie, das unschein-bare Hausmädchen, dass alle Probleme in sich hineinfrisst und dann durch die Zuneigung ihres "Angebteten" Freder, verleitet sie dazu, Dinge zu tun, die ihre Zukunft gefährden könnten. Marie verbraucht ihre ganze Enegie, in dem sie alles für ihren Freund Petrell macht.
Irene, die eifersüchtige, lernverrückte Studentin denkt einzig und allein daran, zu promovieren und Karriere zu machen. Désirée das pure Gegenteil von Irene, denkt an Liebe, an ihr Aussehen und an Spass, der sie schlussendlich zu Grunde richtet. Die Darstellung der Frauen in "Krankheit der Jugend" ist den Schauspielern enorm gut gelungen. Auch die Charakteren der Männer zeugten von Talent. Einzig der Herr mit den Kopfhörern schien nicht ins Bild zu passen, was der da zu Suchen hatte scheint unklar.
Sanna A. F.

26.3.2004

Bevor der Zuschauer eine Aufführung verfolgt, bedarf es eines (oder mehreren) genauen Durchlesens der Handlung des Stückes. Dabei verwirren auch beim zweiten Durchlesen die vielen verschiedenen Namen der Personen, die untereinander die merkwürdigsten Beziehungen pflegen. So geht beispielsweise diese (IRENE) mit dem Freund (PETRELL) jener (MARIE) Freundin fremd (!), oder jener (FREDER) verführt sie (LUCY) zur Prostitution. Hat man die Handlung halbwegs verstanden, kann man sich die Aufführung zu Gemüte führen.
Sie beginnt schon provokant mit einer Morgen-Aufstehens-Szene, in der sich alle halb nackt auf der Bühne rekeln und Morgengymnastik treiben. Die Protagonisten beginnen langsam zu erzählen, zu handeln, und man ist froh, die Handlung bereits vor der Aufführung gelesen zu haben, denn ohne sie könnten die Schauspieler auch Chinesisch sprechen, man könnte der Handlung nicht weniger gut folgen. Immer wieder springt einem etwas Abnormales ins Auge, wie zum Beispiel einen Mann mit rot geschminkten Lippen oder eine Brustmassage anstelle einer Schultermassage. Vielleicht wollte der Regisseur sich hier an Bertold Brecht und dessen epischen Theater anlehnen. Brecht wollte mit solchen „Schocks“ verhindern, dass sich der Zuschauer mit dem Schauspieler identifizieren kann und so Distanz hielt, und weiter fähig blieb, sich eine Meinung zu bilden. War dies, wie gesagt, die Absicht des Regisseurs, hatte er zumindest in diesem Punkt Erfolg. Ausserdem war die schauspielerische Leistung der Protagonisten sehr gut.
Auf der Homepage heisst es, die Produktion richte sich vor allem an Schüler-innen und Schüler, die sich anscheinend darin in der eigenen Lebens-situation angesprochen fühlen. Sollte dies der Fall sein, wäre es unserer Ansicht nach ein schlechtes Zeugnis für uns Jugendliche. Denn die Handlungen entsprechen nicht der Realität, sondern sollten unserer Meinung nach nur provozieren. Weiter heisst es auf der Homepage, dass das Stück Grundfragen aufwerfe. Es haben sich keine Grundfragen herauskristallisiert, geschweige denn Antworten auf diese Grundfragen.
Barbara, Stefanie, Céline von der Kanti Trogen

14.04.2004

Im Grossen und Ganzen beeindruckte mich das Theaterstück sehr.
Es wurde dem Publikum deutlich herübergebracht, wie eine Krankheit (die Krankheit der Jugend) wächst und sich schliesslich auf alle anderen ausbreitet.
Trotzdem gab es oft verwirrende und übertriebene Momente. Würde das Stück aber nicht so provokativ aufgeführt werden, hätte es die Zuschauer zu keinen weiteren Gedanken angestossen. Ausserdem war die Geschichte nicht so stark übertrieben, dass es den Bezug zur Realität verloren hätte.
Das Theater hat mich wachgerüttelt und mir gezeigt, wie krank doch oftmals die Jugend ist. (Sich zum Beispiel das Leben unaufhörlich zuzukiffen, ist doch wirklich krank!) Dieser vorgehaltene Spiegel hat uns, die Jugend selbst, abgebildet.
Dies gibt zu denken!!!KST 6b